WUNDERLAND – wie nächtliche Schatten (vorgeschlagen durch Gerhart-Hauptmann-Theater und Die Theater Chemnitz)

Die Theater Chemnitz und Gerhart-Hauptmann-Theater nutzten ihr Vorschlagsrecht und nominierten “WUNDERLAND – wie nächtliche Schatten”. Das Stück feierte Premiere am 26.01.2019, die Produktion war weiterhin zu sehen am 01.02.2019 | 09.02.2019 | 10.02.2019 | 22.03.2019 | 14.04.2019.

“WUNDERLAND – wie nächtliche Schatten” von Marko E. Weigert, Dan Pelleg, Tanzcompany des Gerhart-Hauptmann-Theaters und wee dance company

Ein berühmtes Zitat von Albert Einstein besagt: »Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. Fantasie aber umfasst die ganze Welt«. Wenn unsere Fantasie in Wirklichkeit doch nicht grenzenlos ist, ist das vielleicht unwichtig, da wir genau das, was wir uns gar nicht vorstellen können, eben nicht vorstellen können…

In jedem Falle aber bleibt im Bereich des Vorstellbaren eine vorstellbare Unendlichkeit von dem, was unsere Fantasie erreichen könnte: Dort, wo wir uns kaum Grenzen vorstellen können, finden wir die ultimative Freiheit, und losgelöst davon, was sich mit Worten vermitteln lässt, kann uns durch diese Freiheit nun gerade der Tanz in besonders exotische Reiche der Fantasie führen und verführen.

Diese Freiheit birgt aber auch die Gefahr, dass man sich in der Unendlichkeit der Fantasie verirrt, oder dass sich die Grenzen zwischen Fantasie und Realität nicht mehr erkennen lassen. Dies trifft nicht nur diejenigen, die wir als Wahnsinnige bezeichnen, sondern auch jeden von uns in der Banalität des Alltags: das Gedächtnis spielt uns oft einen Streich, unsere Sinne täuschen uns, oder die Überzeugung, etwas sei so und nicht anders, ist so stark, dass wir die Wahrheit nicht erkennen können.

Doch »es bleibet dabei, … denn meine Gedanken zerreißen die Schranken und Mauern entzwei: die Gedanken sind frei!«

Konzept und Choreografie: Marko E. Weigert , Dan Pelleg | Tanz und Choreografische Mitarbeit Tanzcompany des Gerhart-Hauptmann-Theaters, wee dance company (Amit Abend, Naomi Gibson, Nora Hageneier, Mami Kawabata, Marianne Reynaudi, Rafail Boumpoucheropoulos, Joan Ferré Gómez, Ariel Isakowitz, Seung-Hwan Lee, Alexandre May, Dan Pelleg) |  Ausstattung Britta Bremer | Probenleitung/Assistenz der Choreografen Amit Bard (Preisman) | Inspizienz Piotr Ozimkowski